Gedanken


Ja, Gedanken gibt es. Mein ehemaliger Grundschulfreund Sven M. erzählte mir bei unserem einzigen und letzten Wiedersehen Anfang der 90er Jahre begeistert, wie er seine Gedanken oftmals niederschreibe, weil sie "zu wertvoll zum Vergessen" seien. Ich hatte nichts Gleichwertiges zu entgegnen, weder schriftlich, noch mündlich; vielleicht nicht einmal geistig, denn immerhin ist er heute Doktor der Physik und arbeitet als Senior Manager im Bereich optoelektronischer Industriefertigungen in Pennsylvania.

Ob Gedanken "wertvoll" sind, dürfte sich nach ihrem Nutzen bestimmen, den ein denkender Mensch  ihnen beimisst. Als denkender Mensch Gedanken anderen Menschen zu offerieren, mag ihm oder ihnen nützlich erscheinen. Ob das im Rahmen dieser Website überhaupt möglich ist, entzieht sich meiner derzeitigen Kenntnis, trotzdem kann ich ja vorsorglich ein paar von ihnen hinterlassen, wenn es draussen regnet. Da es hierzulande vielleicht nicht mehr so oft regnet, werden wohl nicht so viele Gedanken sich hier abtrocknen wollen. Und wenn, dann können es auch durchaus staubtrockene Kommentare sein, die ich woanders schrieb und unverwässert hier hineinkopiere. 


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"Von der Kultur des Fehlers" (JuraForum 05/2021)

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Ihr kennt es vermutlich, das ungeschriebene Leitmotiv eines jeden Lehrbuches :
Der Weise lernt aus den Fehlern der anderen,
der Kluge immerhin aus seinen eigenen;
der Dumme nicht mal daraus.

Gendertechnisch möchte ich ergänzen, die maskuline Form bezieht sich hier nicht auf den Mann, sondern den Menschen; Frauen fahren zwar sicherer Auto als Männer, dennoch unterlaufen auch ihnen im Leben Fehler, musste ich irgendwann einsehen, obwohl ich sie sehr liebe (die Frauen, nicht die Fehler).

Warum schreibe ich das ?
Mir fällt hier bei uns immer wieder mal auf ein vielleicht an Negativ- Vorbildern wie etwa manchen Politikern orientiertes Fehlverständnis von Fehler.
Gewiss, Baustatiker, Mediziner, Juristen, Busfahrer & Co tragen große Verantwortung und dürfen de facto gar keine Fehler machen, denn sie wirken direkt ein in anderer Menschen Schicksal bis hin zu Tod, Verzweiflung, Selbstmord, Pleite etc.. Dennoch auftretende Fehler dürfen bei allem menschlichen Verständnis nicht ungesühnt, nicht zumindest ansatzweise unausgeglichen bleiben.
Aber das hier, unser Juraforum ist lediglich ein virtueller Marktplatz persönlicher Einschätzungen, hier erwartet kein Kunde Perfektion, sondern bestenfalls eine tendenzielle Perspektive. Wer hier seinen Rat oder Erfahrungsinhalte mitteilt, haftet regelmäßig nicht, darüber besteht wohl Konsens. Verbindlichkeit suchende Kunden sollen die RA-Fraktion* direkt fragen und dafür zahlen, eine rechtsverbindliche, haftpflichtversicherte Auskunft zu erhalten.

Es geht also hier im Forum eigentlich um nichts rechtlich oder menschlich Relevantes.
Und nicht mal das JPA liest mit.

Umso mehr fehl am Platze, weil schlichtweg außer Verhältnis stehend, scheinen mir daher bissige, persönlich herabsetzende, verächtliche Kommentare, auch wenn die Arbeitsweise oder der Kenntnisstand oder das Weltbild kommentierter UserInnen durchaus sogar objektiv defizitär wirken mögen.
Nicht weniger unnötig allerdings ebenso kommentarloses Abtauchen oder eskalierende Rückzugsgefechte mancher UserInnen nach zutreffender Korrektur. Schweigend, relativierend, gegenangreifend in Manier eines rustikalen Kleingartenvereins.

Warum muss hämisch zurechtgewiesen werden statt fachlich korrigiert ?
Warum muss geschwiegen oder geschossen werden statt dankbar Hinweise anzunehmen ?

Ich selbst blieb glücklicherweise in den mehr als 10 Jahren meiner hiesigen Teilnehmerschaft verschont von Mobbing-Tiraden; und das, obwohl meine Beiträge oft genug fehlerbehaftet waren, wie etwa vor ein paar Tagen, als mir @Lito ein paar Grundkenntnisse aus dem ersten Semester in Sachen Abstraktionsprinzip zur Rückbesinnung darlegte.
Ich habe genug Anlass, mich @all zu bedanken für viel Nachsicht hier wie im realen Leben.

Dennoch leide ich mit allen, denen weniger Nachsicht zuteil wird. Vielleicht könnten manche von uns ihr Verhalten ein wenig optimieren, die Wortwahl moderater fassen und sich selbst von Kritik weniger ausnehmen.

-- Das alles schreibt übrigens jemand, über den seine als solche einst angenommene Traumfrau öffentlich verbreitete, er sei ... [Psychologie-Lehrbuch hoch und runter] und nebenbei selbstverständlich völlig kritikunfähig.
Ich gelobe tagtäglich Besserung, und das nicht nur beim Autofahren.
Vielleicht könnten wir alle überall ein wenig mehr geloben.


So nun aber vorgelesen und genehmigt -- dann ist sie geschlossen, die Das-Wort-zum-Himmelfahrtstag-Sitzung.

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Edit :
*(nein, es war nicht die RAF gemeint !)


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"Wenn die "Schergen" des "Regimes" uns heimsuchen ..." (JuraForum 05/2021)
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Mittlerweile dringt bis in meinen engsten Freundes- und Familienkreis tagtäglich die Kunde unseres zivilrechtlichen Untergangs. Die sogenannten "Söldner" setzen angeblich polizeigewalttätig "Merkels" menschenverachtendes "Diktaturregime" durch, um uns vollends zu versklaven, soweit wir noch nicht todgeimpft oder todgestrahlt worden seien, während sich die der totalen Finsternis hörigen NWO- Eliten in geheimen Tunneln am Blut frisch entführter Kinder labten.

Da stehst Du dann immer da und fragst Dich, wo Du überhaupt noch anfangen sollst, darüber zu reden; bei Adam und Eva, oder besser zuvor ? Vor dem Urknall ?

Es kaum noch erträglich, mit welcher Zerstörungswut die Propagandisten von KenFM, Füllmich & Co bald im Minutentakt Fakten zerreissen und raffiniert zu ungeheuerlichen Horrorfilmen zusammensetzen, die bei jedem unbescholtenen Kind leicht Depressions- oder Aggressionsschübe auslösen könnten.

2014 wunderte ich mich schon über die drastische Zunahme trollartiger Falschmeldungen (Krimannexion / angeblich Verhinderung faschistischer Machtübernahme etc.), dann kam der seltsam überstürzt abgestimmte Brexit, dann wurde seit 2016 der allwissende Trumpismus salonfähig, und seit 2020 ist Widerstand aus Art. 20 IV GG en vogue.
Ich weiß noch, als ich 1995 im ÖR erstmals diesen Absatz genauer las, fragte ich mich, woher ich wissen sollte, wann ich rechtmäßig widerstehen dürfe -- würde mir die den Rechtsstaat beseitigende Fraktion hierzu eine Rechtsmittelbelehrung erteilen müssen ? Oder hätte ich eine Genehmigung beim BVerfG zu beantragen ? Und würde die Beseitigungsfraktion dann meine Genehmigung anerkennen müssen, weshalb ich notfalls mit Gewalt die Beseitigung beseitigen dürfte, ohne Repressionen befürchten zu müssen ?

Fragen über Fragen. Heute wissen wir : Querdenker, die Erwachten, die Nicht-Schlafschafe kennen alle Antworten. Und mit diesem Wissen machen sie sich gegenseitig Mut und ans Werk, uns Unwissende zu erwecken und widrigenfalls zu beseitigen.

Dürfen wir den Beseitigern Widerstand leisten ?

Wir müssen es.

Es sind schon ziemlich viele Leute, und man fragt sich, warum sie sich von dieser Seuche namens Diktaturrebellion so leicht anstecken lassen. Vielleicht prädestiniert durch Angst oder Unwissenheit oder psychopathologische Defizite, könnte man meinen; charakterliche Defizite, Egozentrismus, Langeweile ?

Es gibt zwar aus meiner Sicht ein paar entsprechende Auffälligkeiten, da ich aber kein Psychologe bin, hab ich hierzu nichts zu sagen.

Doch was sagt Ihr dazu, wenn Eure Leute nach 24/7- Gehirnwäsche durch sogenannte Alternativnews (wir erinnern uns an Trumps ernst gemeinten Begriff der "alternative facts" ...) Euch davon berichten und kaum mehr abbringen lassen ?

Anfangs dachte ich noch, Geduld, Gespräche, Fakten würden das ausheilen. Funktioniert aber nicht. Auf jede echte Tatsache wird entgegnet, sie sei erfunden, die Fake- These hingegen wahr. Dauert nicht mehr lange, dann sind sie überzeugt, die Sonne scheine in Wahrheit schwarz, die Helligkeit sei eine Illusion der Illuminati.

Was können wir tun mit diesen Menschen ? Für diese Menschen ?

F., ein Gott sei Dank bislang nicht "alternativ" überzeugter Freund, fragte mich letztens nachdenklich, was wir eigentlich tun würden, wenn die Hinweise auf eine sich anbahnende Diktatur etc. doch alle wahr wären und wir sie nur nicht geglaubt hätten wie damals 1933 ... Ja klar frage ich mich dann auch intensiv, ob die "Quers" nicht vielleicht doch Recht haben. Allerdings komme ich immer wieder nur zu dem Schluss, dass die 1000 Hinweise zwar mitunter auch mal stimmen, doch sonst nahezu ausschließlich bewusste oder unbewusste Fehlinterpretationen ursächlich für falsche Schlussfolgerungen sind, die gleichwohl vehement verbreitet werden. Ich selbst habe gelernt, wie sehr ich mich irren kann -- haben auch diese Leute das irgendwann mal erkannt ? Oder muss hier erst alles zu Bruch gehen, damit sie selbst erwachen aus ihrer Parrallelwelt ?

Abschließend nur noch das Beispiel des Weimarer Amtsrichters, dessen Wohnung nach seinem den Rechtsweg vermutlich bewusst missachtenden Beschluss gestern durchsucht wurde. Sofort überschlugen sich die Telegram- Redakteure -- darunter echte Rechtsanwälte --, aufreisserisch von einer "Einschüchterung" und "Gleichschaltung der Justiz" zu schreiben. Doch es war kein "unbequemes Urteil", sondern der Richter hatte nun mal seine Pflicht aus wohl § 17a II GVG verletzt, die Sache an ein Verwaltungsgericht zu verweisen. Ein Kardinalfehler, wie jeder Jurastudent weiß. Nur so konnte er über § 1666 IV BGB die Schule als Dritte mit seiner Anordnung belegen. Diese faktische Rechtsbeugung mag fahrlässig geschehen sein oder vorsätzlich -- und weil diese Frage für eine potentielle Strafbarkeit nach § 339 StGB entscheidend ist, war als mildestes Mittel nur die Hausdurchsuchung möglich, um Anhaltspunkte für eventuelle vorsätzliche Motive zu finden -- oder eben auch nicht.

Das ist alles kein Unrecht, sondern jeder Rechtsstaat funktioniert nur so.

Auch ich bin nicht für eine Maskenpflicht im Schulunterricht. Aber wenn mir das Recht nicht gefällt, kann ich mich nur legal dafür einsetzen, es legal zu ändern, oder ich muss notfalls auswandern, wenn ich das "Unrecht" hier unerträglich finden sollte. Vielleicht nach Nordkorea, da soll es rechtmäßiger zugehen als hierzulande, wie uns unsere um das Grundgesetz besorgten Rebellen mitunter ernsthaft erklären.


Vielleicht habt Ihr Möglichkeiten gefunden, effektiv mit den in alternativer Wahrheit lebenden Menschen umzugehen, sie aufzuwecken aus ihrer traumatischen Angst-Wut.



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Kundenrezension zu Klaus Schwabs Buch "Covid-19: Der große Umbruch"

"Mitläufertum? Angstpsychosen? Trollfabriken? Ein-Sterne-Rezensenten ..." (02/2021)
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Wenn ich mir so manche der zahllosen wüst formulierten 1-Sterne-Rezensionen durchlese, drängt sich mir allmählich der Eindruck auf, dass hier nicht "verifiziert" gelesen, sondern ergebnisorientiert überflogen wurde. Warum wurde nicht das verstanden, was "der Klaus" wortwörtlich geschrieben hat ? Warum wird vielfach nur nachgeplappert, was irgendwelche Verschwörungskonstrukteure vorgeben ?

Das ist ganz ähnlich wie mit den sogenannten Reichsbürgern, die ihre gesamte Lebensenergie aufwenden, Urteile, Gesetze, Verordnungen und zig andere staatsrechtlich als bedeutsam erachtete Veröffentlichungen zu durchforsten und es meisterhaft verstehen, Wortbedeutungen wie komplette Satzzusammenhänge kategorisch fehlzuinterpretieren, notfalls störende Inhalte geflissentlich zu ignorieren. All das ausnahmslos in einer Weise, die die eigene Weltsicht untermauern soll.
Was ist das für eine Weltsicht ?
Vielleicht eine mitläuferische, die nahezu blind allen überzeugend wirkenden Populisten hinterherrennt. Oder eine angstpsychotische, die jede natürliche Grenze gesunden Misstrauens längst zurückließ. Oder es steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter, nämlich die Intention, unsere demokratische Grundordnung zu zersetzen; ja zu ERSETZEN letztlich gegen eine diametral andere Ordnung, die die Herren der Trollfabriken seit Jahrzehnten sich bemühen unserem Europa zu oktroyieren. Billiger als jeder Krieg ist Aufhetzung und Anstiftung zum Aufruhr allemal -- raffiniert verpackt als unser Grundgesetz schützenden "Widerstand".

Worum geht es in diesem Buch denn wirklich ?
Nein, es ist eben KEIN Drehbuch der Illuminati, die NWO zu installieren. Das wäre endlich mal spannend zu kennen.
Das Buch ist leider von deutlich lapidarerem Inhalt. Die Autoren haben lediglich ihre Beobachtung der Gesamtlage dargestellt und ergänzt mit eigenen Prognosen sowie ein paar Zuversichtlichkeit verbreiten sollenden Ausblicken. So etwas hätte wohl fast jeder von uns während ihres / seines Homeoffices schreiben können.

Ich werde mich jetzt schon aus Zeitgründen nicht verlieren in einer Analyse der gefühlt 500 fahrlässig, absichtlich oder pathologisch falschen Zitate und Fehlinterpretationen manch anderer Rezensenten. Stattdessen kopiere ich einfach ein paar Passagen aus dem Ebook hier hinein, damit sich zukünftige Interessenten selbst einen ersten Eindruck verschaffen können. Es mag ersichtlich sein, dass die Autoren wie gesagt lediglich ihre Bestandsaufnahme, ihre Gedanken, ihre Prognosen und auch ihre Befürchtungen (!) vortragen. Die muss niemand teilen und die müssen sich in der Zukunft weiß Gott überhaupt nicht bewahrheiten.

Position 222
"Wir möchten unseren Lesern helfen, die vielschichtige Dimension der bevorstehenden Veränderungen zu erfassen. Zumindest wird die Pandemie, wie wir argumentieren werden, einen Systemwandel beschleunigen, der sich bereits vor der Krise abzeichnete: der teilweise Rückzug aus der Globalisierung, die zunehmende Entkoppelung zwischen den USA und China, die Beschleunigung der Automatisierung, die Sorge über eine verstärkte Überwachung, die wachsende Attraktivität der Wohlfahrtspolitik, der zunehmende Nationalismus und die daraus resultierende Angst vor Einwanderung, die wachsende Macht der Technologie, die Notwendigkeit einer noch stärkeren Online-Präsenz von Unternehmen und vieles mehr."

Position 2363 :
"In jedem Fall wird in der Zeit nach der Pandemie die persönliche Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen eine viel höhere Priorität in der Gesellschaft haben, weshalb der einmal freigelassene Flaschengeist der technischen Überwachung auch nicht wieder zurück in die Flasche gesteckt werden wird. Es liegt jedoch in der Verantwortung der Regierenden und von jedes Einzelnen von uns, die Vorteile der Technologie zu kontrollieren und zu nutzen, ohne unsere individuellen und kollektiven Werte und Freiheiten zu opfern."

Position 2727 :
"Die Pandemie wird unseren Fokus auf Hygiene sicherlich mehr in den Vordergrund rücken. Die neue Hygienebesessenheit wird insbesondere die Schaffung neuer Verpackungsformen nach sich ziehen. Wir werden angehalten, die Produkte, die wir kaufen wollen, nicht anzufassen. Einfache Freuden, wie das Riechen an einer Melone oder das Betasten einer Frucht werden verpönt sein und vielleicht sogar der Vergangenheit angehören."

Position 2952 :
"Nach Ansicht von Psychologen geht das Bedürfnis nach kognitiver Abgeschlossenheit (cognitive closure) häufig mit Schwarz-Weiß-Denken und dem Wunsch nach vereinfachenden Lösungen einher[143] − ein idealer Nährboden für Verschwörungstheorien und die Verbreitung von Gerüchten, Fake News, Unwahrheiten und anderen gefährlichen Ideen."

Position 2963 :
"Orhan Pamuk (der türkische Autor, der 2006 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde und dessen neuester Roman „Pestnächte“ Ende 2020 veröffentlicht werden soll) erzählt, wie die Menschen auf Epidemien immer schon mit der Verbreitung von Gerüchten und falschen Informationen reagiert und die Krankheit als fremd und in böswilliger Absicht eingeschleppt dargestellt haben. Dieses Verhalten bringt uns dazu, einen Sündenbock zu suchen − ein gemeinsamer Nenner aller Seuchen in der Geschichte − und ist der Grund dafür, dass „in Berichten über Pestepidemien seit der Renaissance häufig von unerwarteten und unkontrollierbaren Ausbrüchen von Gewalt, Gerüchten, Panik und Rebellion die Rede ist“ ".

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Leute, lasst uns nicht gegeneinander aufhetzen. Es gibt vielleicht eine richtige Bedrohung, die wir wirklich ernsthaft anschauen müssen, aber die ist nicht das Virus und nicht das WEF, nicht Merkel und nicht die Tracing App. Es gibt vielmehr neben dem drängenden Problem der Überforderung natürlicher Ressourcen insbesondere das ein oder andere Land, das seit Jahrzehnten für uns billig produziert, von uns Technologie abzweigt und dessen "Rechtssystem" sich erschöpft in "die Partei hat immer Recht". In wenigen Jahren wird aus dieser Richtung unsere Weltordnung bestimmt werden, wenn wir weiterhin billige Geschäfte und billigen Konsum wichtiger finden als alle anderen Werte. Wir sind dabei, unsere Freiheit zu verspaßen.



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Kundenrezension zu Joachim Sonntags Buch "2025 - Der vorletzte Akt: Warum wir Heimat, Freiheit und Sicherheit verlieren"

 "Interessante Propaganda" (01/2021)
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Ich habe überlegt, ob ich dieses Buch kaufe. Aber lesen nun Sie mal dessen inhaltliche Beschreibung genauer -- da steht u.a.:

"... die Pflicht zum Gutmenschentum, repressive Maßnahmen gegen politisch Andersdenkende ... soll vernebeln, worum es eigentlich geht: ... , komplette Kontrolle und die totale Unterwerfung der Welt unter der Herrschaft der Finanzelite ..."

Allein schon die herablassende Wortwahl "Gutmenschentum" kommt nur jemandem in den Sinn, der liberale, alternative oder jedenfalls nicht konservative Weltsichten kategorisch geradezu feindbildartig ablehnt.
Gäbe es in unserem Lande ferner "repressive Maßnahmen gegen politisch Andersdenkende", säße der Autor gemeinsam mit seinen diversen ebenfalls Bücherberge schreibenden Gesinnungsgenossen schon vor Buchveröffentlichung in irgendeinem Arbeitslager. Solche Verhältnisse mag es beispielsweise in China oder Russland geben, hierzulande stellt eine solche unwahre Tatsachenbehauptung bezüglich unserer rechtspolitischen Verhältnisse schlichtweg einen populistischen Aufhetzungsversuch dar. Nicht weit entfernt von scharlatistischen Lügengebilden wie etwa "unsere Polizei wurde an Blackrock verkauft = wir brauchen unsere Reichspolizei" etc. usw. & co.

Achso, Kontrolle / Unterwerfung/ Herrschaft der Finanzelite ? Da kommt der Autor leider mindestens 2500 Jahre zu spät, denn das Ereignis fand längst statt.

Und nun wissen Sie, warum ich das Buch nicht kaufen werde