Mediation

        


 

Die Mediation soll objektiviert und unparteiisch zwischen zwei oder mehreren Parteien eine ausgleichende Position finden, die als Kompromiss von allen Beteiligten akzeptiert werden kann. Mit dem Finden einer in sich stimmigen Balance ist sie der "selbst-realisierenden Meditation" also durchaus nicht nur vom Wortlaut her ein wenig vergleichbar.

Es werden persönliche Interessen ebenso wie sachliche juristische Aspekte zur Konfliktlösung herangezogen. Manchmal gelingt es tatsächlich, auf diese relativ kostengünstige, einfache Art ein Ergebnis zu erreichen, das auf dem Gerichtswege keineswegs besser, sondern zumeist teurer und wesentlich zeitverzögert realisiert worden wäre -- wenn überhaupt. 

So etwas bietet sich zum Beispiel an bei simpel gelagerten Sachverhalten, etwa dem Streit über die Anspruchsgrundlage  einer Forderung, Unklarheiten über eine Vertragsauslegung oder wegen Unterlassungsansprüchen; ebenso aber im Hinblick auf Ärger mit Behörden. 

Zu beachten ist allerdings, dass auch eine Mediation nichts retten kann, was gar nicht da ist : Etwa gegen einen gerichtsfesten Beweis einer begangenen Ordnungswidrigkeit angehen oder sich aus einem später einfach nur nicht mehr gewollten teuren Vertrag herausmogeln zu wollen, kann weder ein Mediator noch ein Rechtsanwalt (w / m) ermöglichen. 


 

Folgend zwei ganz kleine Beispiele für schriftliche Mediations- Schriftsätze, die wie beauftragt Erfolg hatten. Wer so etwas eventuell mal brauchen sollte, kann sich gerne melden.


 

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(Absender)

"CEMartin"


 

(Adressat)

Hauswart Herr P.Z.

- via Hausbriefkasten persönlich am ... um ... zugestellt -

 

 

Vorhaltungen und Ankündigungen im Hause 

S.- Straße 28c

 

 

Sehr geehrter Herr Z.;

 

in o.a. Sache bin ich von Frau M.F., wohnhaft im o.g. Hause, beauftragt worden mit der Bitte um Mediation. Eine schriftliche Bevollmächtigung hierfür erhalten Sie auf Anforderung unverzüglich.

 

Wie mir Frau F. glaubhaft schilderte, seien Sie am ... in den Fahrstuhl zugestiegen und hätten die ungestörte Gelegenheit genutzt, sich ihr gegenüber in wohl bedrohlich wirkender Weise zu äußern wegen einiger von ihr vor Monaten vorgeblich getätigter  Bemerkungen anlässlich einer Hausflurberäumung. Insbesondere sei ihr sinngemäß dem Vernehmen nach in Aussicht gestellt worden, sie könne sich „gar nicht vorstellen“, was passieren würde, wenn sie sich zukünftig nicht „schön nett“ verhalte.

 

Unabhängig davon, ob hierin angenommenenfalls bereits verwirklichte Tatbestände der §§ 241 I, 240 I StGB zu erkennen wären, möchte ich zunächst um Nachsicht bitten, wenn sich Frau F. möglicherweise Ihnen gegenüber tatsächlich vormals in nachteilig anmutender Weise geäußert haben sollte. Meines Eindruckes scheint sie arbeitsstellenbedingt unverschuldet über einen lediglich mindergroß bemessenen Wortschatz deutscher Sprache zu verfügen, weswegen ihr mitunter nicht möglich sein mag, die von ihr auszudrückenden Zusammenhänge unmissverständlich in einer aus unserer Sicht angemesseneren Weise mitzuteilen.

 

Doch selbst wenn die ihr vorgeworfenen Äußerungen sich tatsächlich bestätigen ließen, möchte ich zu bedenken geben, dass im Allgemeinen kein bundesdeutsches Gericht eine Beleidigung ausreichen lassen würde als Rechtfertigung für eine angenommene Bedrohung oder Nötigung. Auch Ihr Arbeitgeber und dessen Auftraggeberin dürften diesbezüglich vermutlich keine abweichende Ansicht vertreten.

 

Vor diesen Hintergründen darf ich Ihnen zwar einerseits eine ausdrückliche Entschuldigung übermitteln für den Fall aus Ihrer Sicht nachteilig wahrgenommener Äußerungen seitens Frau F.; doch andererseits möchte ich auch Ihnen gegebenenfalls empfehlen, zukünftig ebenso sorgfältig Ihre Äußerungen abzuwägen. Als ehrverletzend empfundene Aussagen stellen viel zu häufig einen Anlass für unnötige Eskalationen dar im Hinblick auf Sachverhalte, die bei objektiv zurückhaltender Betrachtung eher als Bagatelle einzuordnen gewesen wären. Von solchen Eskalationen jedoch tragen regelmäßig A L L E Beteiligten vornehmlich juristische Nachteile verschiedenster Art davon ...

 

Auf Ihre wohlwollende Kenntnisnahme und Beachtung vorstehender Anregungen vertraue ich dankend und verbleibe

mit freundlichem Gruß,

 

CE.Martin 

 

(Mediator)


 

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(Absender)

"CEMartin"


(Adressat)

"Evangelisches Gebrauchtwarenhaus".

Leitung ...

- via Telefax mehrfach -        


 

 

Reklamation eines defekten “Webpelzes”

 

Sehr geehrte Frau P., sehr geehrter Herr M.;

 

 

in o.a. Sache war von Ihrer Kundin, Frau M. aus ... Berlin, mehrfach erfolglos versucht worden, telefonisch  mit Ihnen in klärenden Kontakt zu treten, weshalb nun um Intervention meinerseits gebeten wurde. Eine auf meinen Namen ausgestellte Bevollmächtigung erhalten Sie auf Anforderung unverzüglich.

 

Am 11.07.2007 wurde in Ihren Geschäftsräumen u.a. ein sogenannter Webpelz, weiß, zum Verkaufspreis von 15,- € erworben (§ 433 I BGB). Auf dem Parkplatz wurde zufällig festgestellt, daß diese Jacke nicht etwa Staub, sondern vielmehr unablässig weiße, haarartige Flusen absonderte.

Schon dieser Substanzverlust der Kaufsache stellt einen Mangel i.S. des § 434 I S. 2 Nr. 2 BGB dar, zusätzlich besteht Gesundheitsgefahr, dass die Haare beim Tragen der Jacke in die Atemluft gelangen.


 

Dieser der Käuferin bei Vertragsschluss unbekannte Mangel musste ihr nicht bekannt gewesen sein. Einerseits war sie zuvor vom Verkaufspersonal nicht auf den Mangel hingewiesen worden und andererseits besteht -- gerade bei regelmäßig nicht über spezielle Kenntnisse verfügenden Privatpersonen -- im Gegensatz zur Rechtsauffassung Ihrer leitenden Verkäuferin Christel keine naheliegende Verpflichtung, über das Maß normal sorgfältiger Warenprüfung hinausgehend etwa “vorher zupfen” (Zitat) zu müssen. Zudem sollen ausweislich ihrer in den Räumlichkeiten aushängenden Information sämtliche Wareneingänge von den eigens hierfür gemeinnützig beschäftigten behinderten Mitarbeitern sortiert und "geprüft" werden.


 

Es durfte folglich trotz des Gebrauchtwarencharakters von wesentlicher Mangelfreiheit ausgegangen werden.


 

Ein Haftungsausschluß zu Ihren Gunsten existiert weder gesetzlich (z.B. § 445 BGB) noch mittels Allgemeiner Geschäftsbedingungen, er ergibt sich entgegen der Rechtsauffassung von Frau Christel auch nicht aus einem nach ihrer Ansicht geringen Verkaufspreis.

Das Rücktrittsrecht (hier “Warenrückgabe / Geldrückgabe”) ergibt sich daher zulässig und begründet aus § 437 Nr. 2 BGB.

 

Ich möchte Ihnen daher empfehlen, der Pflicht zur Vertragsrückabwicklung -- die sich in einem christlich orientierten Institut schon im Wege der Kulanz ergeben sollte -- unverzüglich nachzukommen. Schon zwei Male sollen von Ihrer mich beauftragenden Kundin gutgläubig Dinge gekauft worden sein (Fotoapparat, Uhrenradio), deren Defekte sich erst im Nachhinein herausstellten, jedoch unreklamiert blieben. Trotz aller verbliebenen Zufriedenheit mit Ihrer Verkaufsstätte werden Sie wohl kaum auf weiteres nachsichtiges Verständnis der Frau M. hoffen können, weshalb mangelnde positive Resonanz Ihrerseits nach dem 23.07.2007 zur Beauftragung der Rechtsanwaltssozietät (XY) zwecks Inanspruchnahme gerichtlichen Rechtsschutzes führen würde, wie sie mir versicherte. 

Das erscheint mir jedoch unnötig, da Ihnen die eindeutige Rechtslage sicher ohnehin bekannt sein dürfte. Bitte erwägen sie daher, in dieser Sache vorfristig einzulenken, um nicht zusätzliche Kosten entstehen zu lassen, die in keinem angemessenem Verhältnis zum Verkaufspreis des mangelhaften Artikels stünden.


 

In der Hoffnung auf positive Resonanz verbleibe ich mit freundlichem Gruße,

 

CEMartin

(Mediator)

 

 

 

 


 

Informationen zur Diesel-Problematik finden Sie zum Beispiel hier :

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/diesel-abgase-bedingen-groesseres-lungenkrebs-risiko-als-angenommen-a-838511.html


oder dort :


http://www.umweltbrief.de/neu/html/Umweltbrief_spezial_Feinstaub.html#Klimakiller_Dieselmotoren


Nur weil Dieselabgase heute zumeist kaum mehr sicht- oder riechbar erscheinen, sind sie nicht etwa verschwunden. Im Gegenteil : Dieselabgase halten sich nach wie vor relativ lange in Bodennähe und verflüchtigen sich relativ langsam. Wir atmen also frohen Mutes die unbescholtene Frühlingsluft hinter dem Taxi oder Bus ein -- und füllen unsere Lungen unbemerkt mit sehr viel Stickoxid und Myriaden winzigster Ruß- Partikel.

Abgesehen vom Gesundheitsaspekt weiß niemand so genau, welche Folgen durch den in der Landschaft so großzügig verteilten Ruß, der schließlich in den Wasserkreislauf gelangt,  verursacht werden. Zudem scheinen sich die Rußpartikel auch noch klimatechnisch negativ bemerkbar zu machen.


Schlimm genug, dass Heerscharen von Nutzfahrzeugen in Innenstadtbereichen mit Dieselmotoren betrieben werden. Der Dieselschadstoffausstoß privater KFZ hingegen könnte zukünftig sogar ganz vermieden werden, wenn dort solche Motoren einfach nicht mehr verbaut werden dürften. Dann ist´s eben vorbei mit billig durch die Gegend heizen. Ist vielleicht weniger schlimm als -- etwas polemisch ausgedrückt -- todkranke Kinder ohne lebenswerte Zukunftsperspektive. 


 


 


 


 

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